Die Robben im Wattenmeer

Die großen Säugetiere nutzen das Wattenmeer. Für die Robben ist das Gebiet nicht nur eine üppige Speisekammer, sondern auch ein sicherer Ort, an dem sie Kraft schöpfen und ihre Jungen zur Welt bringen können.

Die meisten Robben im Wattenmeer sind Seehunde, aber man kann auch das Glück haben, auf die große Kegelrobbe zu treffen. Seehunde nutzen die Sandbänke des Wattenmeers insbesondere, um sich auszuruhen und um dort im Sommer ihre Jungen zur Welt zu bringen. In den ersten 3-4 Lebenswochen werden die Jungen von der Mutter gesäugt, anschließend müssen sie lernen, Fische und Krebstiere zu fangen. In den letzten Jahrzehnten wurden häufiger Kegelrobben beobachtet und im Dezember 2014 ereignete sich eine kleine Sensation: In Verbindung mit der Robbenzählung des Museums für Fischerei und Seefahrt wurde eine junge Kegelrobbe gesichtet. Somit konnte man mit Sicherheit davon ausgehen, dass sich die Kegelrobbe zum ersten Mal seit dem 16. Jahrhundert im dänischen Wattenmeer vermehrt hatte. Die junge Kegelrobbe lag übrigens vollkommen entspannt und sonnte sich zusammen mit dem Muttertier auf einer Sandbank bei Rømø.

Die Dänemarks größtes Raubtier

Die Robben gehören zu den Raubtieren und sind somit unter anderem mit Wölfen und Bären verwandt. Man ist der Auffassung, dass der engste, heute noch lebende Verwandte der Robben unter den Raubtieren in der Gruppe der Marderartigen zu finden ist. Seehunde werden im Allgemeinen 1,3 bis 1,6 Meter lang und können bis zu 130 kg schwer werden. Die Kegelrobbe wird wesentlich größer und ist mit ihren 300 kg nicht nur Dänemarks größtes Raubtier, sondern auch unser größtes Säugetier.

Das Leben im Wasser

Über Millionen von Jahren hat sich die Robbe von einem Landtier zu einem 

Tier entwickelt, welches einen Großteil seines Lebens unter Wasser verbringt. Mit ihrem torpedoförmigen Körper und den breiten Flossen ist sie ein guter Schwimmer und die dicke Speckschicht trägt dazu bei, die Körperwärme zu halten. Die großen Augen der Robbe sind sehr lichtempfindlich und darauf ausgelegt, unter Wasser zu sehen, während ihre Tasthaare auch kleinste Fischbewegungen registrieren. Robben können sich problemlos mehrere Minuten unter Wasser aufhalten, denn ihr gesamter Körper ist darauf ausgelegt, Sauerstoff zu speichern und zu sparen. Aber dennoch müssen sie von Zeit zu Zeit an Land kommen. Robben können hervorragend im Wasser schlafen, ruhen sich aber am besten auf Land aus. Daher kann man auf den Sandbänken im Wattenmeer häufig dösende Robben beobachten.

Die Robbenpest

Der dänische Robbenbestand ist zweimal, 1988 und 2002 von der Robbenpest heimgesucht worden. Beide Male starben etwa 50 bis 60 Prozent des Bestandes. Die Robbenpest ist auf einen Virus zurückzuführen, der das Immunsystem der Robben schwächt und den Weg für bakterielle Infektionen frei macht. Aus diesem Grund starben die meisten Robben während der Epidemie an bakterieller Lungenentzündung.

Heuler und kranke Robben am Strand

Während der Säugeperiode der Seehunde kann es vorkommen, dass ein Junges seine Mutter verliert. Ohne die Muttermilch ist das Junge wehrlos, kriecht auf den Strand und ruft die Mutter. Die sogenannten Heuler haben nur eine sehr geringe Chance, alleine zu überleben und werden getötet, um unnötiges Leiden zu vermeiden.

In Deutschland und in den Niederlanden gibt es Zentren, welche die Heuler zur Pflege aufnehmen und später wieder in der Natur aussetzen. Diese Praxis wurde in Dänemark 1995 eingestellt, als sich ein großer und gesunder Seehundbestand etabliert hatte. Im Übrigen ist es nicht ganz problemlos, die Heuler wieder auszusetzen. Somit strebt die dänische Verwaltung eine Reduzierung menschlicher Eingriffe an. Insbesondere im Spätsommer und Herbst kann man am Strand kranke Seehunde antreffen, die an Land gekrochen sind, um die Körperwärme besser zu halten. Wer auf einen Heuler oder einen krank wirkenden Seehund trifft, sollte diesen in Ruhe lassen und mit dem dänischen Amt für Naturschutz (Naturstyrelsen) oder dem Museum für Fischerei und Seefahrt (Fiskeri- og Søfartsmuseet) Kontakt aufnehmen.

Hier kann man Robben erleben

Das Wattenmeer ist ein natürlicher Ort, um Robben zu erleben. Wer sie ganz aus der Nähe beobachten möchte, dem sei das Museum für Fischerei und Seefahrt empfohlen. Durch Glasscheiben kann man hier Seehunde und Kegelrobben majestätisch durch das Wasser gleiten sehen. Wenn man zu einer der beiden täglichen Fütterungen kommt, erfährt man gleichzeitig einiges über das Leben der Robben und ihre Biologie. Mit gebührendem Abstand kann man die Robben auch in der freien Natur erleben. Robben sind scheue Tiere. Daher empfehlen wir, ein Fernglas mitzunehmen, um die Tiere besser beobachten zu können. Die Naturführer der Region nehmen Besucher mit hinaus zu den Robbenbänken.


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Varde

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