Schwarze Sonne

Wenn sich Staren- und andere Vogelschwärme vereinen, um in den Schilfwäldern des Wattenmeeres zu übernachten, können Hunderttausende von Vögeln sich sammeln. Dabei kommt es vor, dass die größten Schwärme die niedrig stehende Abendsonne verdunkeln. Dieses einzigartige Phänomen nennt man die Schwarze Sonne.

Die Schwarze Sonne gehört zu den ungewöhnlichsten Phänomenen in der Natur. Es ist Jahr für Jahr ein beeindruckendes Erlebnis für alle, die es noch nie haben beobachten können. Aber auch Kenner können sich in den rhythmischen und unvorhersehbaren Bewegungen der Stare verlieren. Jeder einzelne Star wird zu einem schwarzen Punkt in einem sich ständig verändernden, über den Abendhimmel wirbelnden Muster, das enorme Figuren bildet, die sich über den ganzen Horizont erstrecken und sogar die Sonne verdecken. Als begeisterter Zuschauer kann man sich über die Stare und die Energie wundern, die sie in die Bewegungen im Schwarm investieren. Für die Stare hingegen ist das eine ganz natürliche Notwendigkeit. Denn die Schwarze Sonne entsteht, wenn Starenschwärme sich sammeln, um sich zur Nacht in den Schilfwäldern der Marsch zur Ruhe zu begeben. Und die Bewegungen sind ein Verteidigungsmechanismus gegen Raubvögel.

Die besten Jäger greifen an

Wenn die Vögel sich sammeln, achten viele auf potenzielle Gefahren. Gleichzeitig wirken die schwindelerregend großen Schwärme verwirrend auf die Angreifer. Normalerweise werden die Stare von dem schnellen und wendigen Sperber angegriffen. Aber auch Merlin, Kornweihe, Rohrweihe und Habicht sind angriffslustig. In Einzelfällen mischt sich auch das schnellste Tier der Welt, der Wanderfalke, in den Kampf um einen Star zum Abendessen ein. Somit bilden die Stare die Schwarze Sonne, um zu vermeiden, zur Beute einiger der besten Jäger der Lüfte zu werden. Und die 

Bewegungen werden nicht weniger dramatisch, wenn die Raubvögel sich einmischen.

Die Schilfwälder schützen die Stare

Die Schilfwälder liegen in den feuchtesten Gebieten der Marsch. Hierher kommen weder Füchse, noch andere an Land lebende Raubtiere, da diese ansonsten durch Schlamm und Wasser waten müssten, um die Stare zu erreichen. Raubvögel sind nachts nicht sehr aktiv, denn während der Jagd verlassen sie sich weitestgehend auf ihre Augen. Somit sitzen die Stare nachts trocken und gut geschützt im Schilfwald.

Keine Kollision der Stare

Man kann sich darüber wundern, dass die Stare sich im Himmel so schnell in einer so dichten Einheit bewegen können, ohne zusammenzustoßen. Sie haben keine besonderen Sinne, die dies ermöglichen. Jedoch haben sie außergewöhnlich gutes Reaktinsvermögen - etwa 20mal schneller, als das des Menschen.

Schwarze Sonne auch im Frühjahr

Auch wenn die meisten die Schwarze Sonne mit dem Herbst in Verbindung bringen werden, so gibt es sie auch im Frühjahr. Die Stare sind auch ab Anfang März bis etwa Mitte April in der Marsch zu Besuch und tanzen dann über den Abendhimmel. Sie sind hier, um Kraft für die Brutzeit zu schöpfen. Die Stare brüten nicht nur in Dänemark, sondern ziehen auch in die Länder um die Ostsee und nach Norwegen, um sich dort zu vermehren. 

Die Brutsaison dauert bis August, anschließend kommen die Stare zurück in das Wattenmeergebiet, wo sie reichlich Nahrung für den Winter aufnehmen. Die Zeit der Schwarzen Sonne erstreckt sich über mehr als zwei Monate, normalerweise ab Ende August bis Ende Oktober. Anschließend ziehen die meisten Stare zum Überwintern nach Holland, Frankreich und Großbritannien.

Promille-Flieger

Die Stare wählen das Wattenmeer als Futterstation, weil es hier große Viehweiden gibt. Die Wiesen bieten einen idealen Lebensraum, unter anderem für Larven von Gartenlaubkäfern und Schnaken, der bevorzugten Nahrung der Stare. Aber sie ernähren sich nicht ausschließlich von Insektenlarven. Im Spätsommer und Herbst ziehen insbesondere die jungen Stare Nutzen aus den vielen Beeren, die es zu dieser Jahreszeit in Gärten und Hecken gibt. Jedoch sind die Beeren mit einem gewissen Risiko verbunden. Viele liegen nämlich schon längere Zeit auf dem Boden und haben daher angefangen zu gären und Alkohol zu entwickeln. Ein Beeren verzehrender Star kann leicht so viel Alkohol aufnehmen, dass es für ein Tier dieser Größe zu einem „Knock-out“ reichen müsste. Aber der Star verbrennt Alkohol etwa 20mal schneller als der Mensch, so dass Stare auch bei hohem Promillewert in der Lage sind, den Bewegungen des Schwarms zu folgen.


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