Strandwiesen am Wattenmeer

Die Strandwiesen gehören zu den charakteristischen Landschaftstypen des Wattenmeers. Sie sind dynamisch und zeigen beispielhaft, wie menschliche Tätigkeit Pflanzen, Insekten und Vögeln zu Gute kommen kann.

Eine Strandwiese ist ein besonderer Naturtyp in unmittelbarer Küstennähe. Es ist ein Gebiet mit niedrig wachsender Vegetation und wird vom Meeressalz aus Überschwemmungen oder der Luft beeinflusst. Der Begriff verweist auf die Nutzung dieser Gebiete durch den Menschen. Sie sind nur dann Wiesen, wenn die Vegetation durch Weidevieh oder Heumahd kurz gehalten wird. Wenn die Wiesen nicht genutzt werden, entwickeln sich Moos, Sumpf oder Gestrüpp.

Dynamische Landschaft

Im Wattenmeer werden die Strandwiesen stärker durch Salz beeinflusst als an den Ostküsten Dänemarks. Im Allgemeinen herrscht hier auch eine größere Dynamik. Die Gezeiten und Stürme sorgen für die Bildung neuer Strandwiesen, während andere der Erosion zum Opfer fallen und in einem Tempo verschwinden, wie es sonst nirgends im Land zu beobachten ist. In der küstennahen Zone der Strandwiesen ist die Salzeinwirkung am stärksten und nimmt weiter oben im Gelände allmählich ab. Aber ganz so einfach ist das nicht. Bodensenken im oberen Teil der Strandwiesen können die stärkste Salzeinwirkung aufweisen. 

Nach einer Überschwemmung bilden sich gerne kleine, isolierte Seen, die sogenannten Salzpfannen, aus denen das Wasser verdampft und konzentriertes Salz hinterlässt. Wenn eine Wiese stark von Salz beeinflusst wird, bleiben viele Pflanzenarten, beispielsweise hohe Büsche aus und die Vegetation besteht dann ausschließlich aus den charakteristischen Salzwiesenpflanzen.

Abgrasen sichert Vielfalt

Schilfrohr kann jedoch einwandern und die Wiese in einen Strandröhrichtsumpf verwandeln. Dieser Naturtyp ist für die im Röhricht lebenden Vögel, beispielsweise die Bartmeise oder die Rohrweihe, von Bedeutung, er ist aber wesentlich artenärmer, als die sonnigen, offenen Strandwiesen. Um eine offene Strandwiese mit niedriger Vegetation zu sichern, kann es erforderlich sein, Vieh weiden zu lassen. Die Beweidung und das Vorkommen von Haustieren fördern die biologische Vielfalt der Standwiesen auf zweierlei Art. Zum einen sichert das Abgrasen Licht für zahlreiche niedrigwachsende Pflanzen und die Insekten, die von diesen Pflanzen abhängig sind. 

Gleichzeitig sorgen die trampelnden Tiere ständig für kleine Nischen im Boden, in denen spezialisierte Arten dann ihren Platz einnehmen. Die vielen Insekten in den abgegrasten Wiesen bilden außerdem die Nahrung von typischen Wiesenvögeln, wie Kiebitz und Austernfischer.

Pflanzen auf der Strandwiese

Eine ganze Reihe von Pflanzen hat sich auf verschiedene Art und Weise an den salzhaltigen Lebensraum auf der Strandwiese angepasst. Sie werden alle mit gewissen Problemen konfrontiert, die sie auf unterschiedliche Art und Weise lösen. Die Pflanzen müssen jedoch alle eine höhere Salzkonzentration in den Zellen speichern können, als die umliegende Erde aufweist, da das Wasser sonst aus der Pflanze in die Erde dringen würde. Umgekehrt darf die Salzkonzentration nicht so hoch werden, dass die Pflanze vergiftet wird. Die hübsche Strandaster löst dieses Problem, indem sie das Salz in älteren Blättern akkumuliert, die anschließend absterben und abfallen. Pflanzen wie Strandflieder und Schlickgräser entledigen sich des Salzes über Drüsen an der Blattunterseite.

 


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