Zugvögel im Wattenmeer

Das Wattenmeer ist Dänemarks internationaler Nationalpark, da das Gebiet für die 12-15 Millionen Zugvögel auf dem ostatlantischen Zugweg von entscheidender Bedeutung ist. Damit haben die Besucher die Möglichkeit zu einzigartigen Vogelbeobachtungen.

Das Wattenmeer ist von ausschlaggebender Bedeutung als Rastplatz und Nahrungsgebiet der Zugvögel. Am Wattenmeer bevölkern insbesondere große Scharen Watvögel und Gänse den Himmel, die Wiesen und das Watt, wenn sie hier auf ihrer Reise über den ostatlantischen Zugweg eine Pause einlegen. Es gibt mehrere Gründe, weswegen Zugvögel die wärmeren Gebiete verlassen und beispielsweise zum Brüten die arktische Tundra aufsuchen. In der Tundra besteht ein großer Abstand zu den Artgenossen und somit weniger Gefahr, Krankheiten zu verbreiten. Und die harten Winter in den Brutgebieten tragen auch dazu bei, dass weniger Raubvögel und andere Raubtiere vorkommen. Das Wattenmeer entspricht einigen Bedürfnissen, die für Zugvögel von entscheidender Bedeutung sind. Daher kommen sie jedes Jahr hierher zurück und bieten sowohl den Einwohnern als auch Besuchern die Gelegenheit zu einmaligen, schwindelerregenden Beobachtungserlebnissen.

Das Wattenmeer und die Zugvögel

Zu den weltweit wertvollsten Naturgebieten zählen Gezeitengebiete, in denen die Sonne durch den Puls der Gezeiten bei Ebbe den trockengefallenen Meeresboden aufwärmen kann. Durch den nährstoffreichen und häufig lauen Schlamm wird den Algen zusätzliche Energie zugeführt und führt zu einem enormen Pflanzenwachstum. Die Algen bilden die Grundlage für eine gigantische Vermehrung bodenlebender Tiere wie Muscheln, Würmer und Schnecken, die das Wattenmeer zu einer Speisekammer von unschätzbarem Wert für die Vögel auf dem ostatlantischen Zugweg machen. Das ist einer der wichtigsten Wege für Zugvögel und verbindet Gebiete im tropischen Afrika mit den arktischen Regionen.

Streckenflieger

Zugvögel ziehen über kurze, mittlere oder lange Strecken.

Das kann man an ihrer Form erkennen. Beispielsweise ist der Körper der die längsten Strecken zurücklegenden Vögel torpedoförmig ausgebildet. Graugans und Kiebitz gehören zu den Zugvögeln, die über die kürzesten Strecken ziehen. Sie brüten in Dänemark und ziehen im Winter bei Bedarf an die Küsten von Deutschland und den Niederlanden. Eiderenten und Austernfischer gehören zu den Mittelstrecken-Fliegern, denn sie brüten in Nordeuropa und ziehen nach Westeuropa. Und zuletzt gibt es noch die absoluten Langstreckenflieger. Zu dieser Gruppe gehören die in der Arktis brütenden Zugvögel, beispielsweise Knutt, Uferschnepfe und Steinwälzer, die zum Winter alle ins tropische Afrika ziehen.

Sauerstoff für unterwegs

Normalerweise fliegen die Vögel dicht über Land, aber wenn Zugvögel sich auf den Weg begeben, steigen sie hoch in die Lüfte. Kleinere Vögel wie die Schneeammer fliegen etwa einen Kilometer über dem Erdboden, während Alpenstrandläufer, Uferschnepfe und Kiebitz in vier bis sechs Kilometer Höhe ziehen. Größere Vögel wie Gänse, Kraniche und Störche können sogar in sechs bis neun Kilometern über der Erdoberfläche fliegen. Um in derartigen Höhen fliegen zu können, müssen die Vögel den Sauerstoff besser als zum Beispiel der Mensch nutzen, indem sie beispielsweise selbst Sauerstoff transportieren. Einige Vogelarten haben bis zu neun Luftsäcke, können aber Sauerstoff auch in ihren hohlen Knochen lagern.

Neue Federn für die Vögel

Die Zugvögel nutzen das Wattenmeer nicht nur als Speisekammer. Im Frühjahr und Herbst findet man auf den Strandwiesen Millionen abgelegter Federn. Die Federn werden bei einem Flug um die halbe Erde abgenutzt und so brauchen die Vögel neue, um ihren Flug fortsetzen zu können.

Die Vögel haben unterschiedliche Strategien bei der Mauser. Watvögel wechseln laufend ihr Gefieder, während Eiderenten bis zu fünf Wochen lang nicht fliegen können, während sie die Schwungfedern wechseln. 

Wie orientieren die Vögel sich?

Zugvögel haben einen angeborenen Orientierungssinn. Das zeigt sich darin, dass junge Zugvögel häufig nur wenige Tage nach dem Schlüpfen sich selbst überlassen werden. Das bedeutet, dass sie sich ohne Lernprozess oder Hilfe der Eltern auf den Vogelzug begeben. Es ist noch nicht vollständig geklärt, wie die Vögel sich orientieren. Neuere Forschung zeigt jedoch, dass es in einem Gehirnbereich der Vögel Neuronen gibt, die Richtung und Stärke eines Magnetfelds registrieren können. Somit sind die Vögel vermutlich in der Lage, ihren Weg zu korrigieren, wenn sie von dem richtigen Weg abgekommen sind. Der Orientierungssinn der Vögel setzt sich jedoch aus vielen Faktoren zusammen, denn Vögel können sich auch an dem Stand der Sonne, der Sterne, der Landerkennung und mit dem Geruchssinn orientieren.

Riesige Schwärme erleben

Es ist schwer zu verstehen, was 12-15 Millionen Zugvögel eigentlich bedeuten. Für einige Arten gilt, dass nur wenige Hundert Zugvögel in das Gebiet kommen, während mehr als eine Million Artgenossen anderer Arten gleichzeitig das Wattenmeer aufsuchen können. Zu Zeiten des Vogelzugs erlebt man nicht selten, dass Tausende Vögel wie Silber in der Sonne glitzern. Das kann man erleben, wenn man sich am Wattenmeer zwischen März und Mai und zwischen August und Oktober an einigen der vielen Touren der Veranstalter beteiligt.


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Varde

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Vadehavssmedjen

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Tarphagevej 2 , 6710 Esbjerg V

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Vadehavscentret

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Rømø

Naturcenter Tønnisgård

Havnebyvej 30, 6792 Rømø

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